6. BürgerForum am 10.11.2025

Insgesamt 55 Personen nahmen am sechsten BürgerForum im Rathaus Georgsmarienhütte teil. Darunter waren „offizielle“ Verteter der Fraktionen GfG, Grüne/Linke und SPD. Die CDU hat zur Stadtentwicklung noch internen Diskussionsbedarf und konnte keine Vertreter entsenden. Das BürgerForum findet seit 2023 zweimal im Jahr statt und hatte auf Anregung aus dem Unterstützerkreis erstmalig einen externen Experten zu einem Einführungsvortrag gebeten. Johannes Dierker, Leiter der Jugenbildungsstätte Saerbeck und zugleich auch Bürger der Stadt Georgsmarienhütte, stellte die Klimakommune Saerbeck, die Energiewende in Saerbeck und das inzwischen 17 Jahre dauernde Erfolgsmodell mit Bürgerbeteiligung vor. Sein Vortrag mit vielen Detailinfos hier. Für das BürgerForum war der Vortrag jenseits des Themas Energie besonders interessant, weil Johannes Dierker die Bürgerbeteiligung herausarbeitete und deutlich machte, wie zentral es bei lokalen Projekten ist, die Bürger einzubeziehen, mitzunehmen und an Planung und Realisierung zu beteiligen. Davon kann Georgsmarienhütte eine Menge lernen – so die Meinung von Vorstand und Ältesten des BürgerForums. Sehr deutlich wurde auch, dass für eine Gemeinde Identifikation, Wir-Gefühl und Engagement essentiell sind, um die Bürgerschaft einzubinden und mitzunehmen. Die NOZ berichtet online unter der Überschrift „Georgsmarienhütter Bürgerforum offenbart tiefe Gräben zwischen Politik und Wählern“ über den derzeitigen „Status quo“ in der Stadt, der beim sechsten BürgerForum deutlich wurde. Das BürgerForum selbst machte bei der Einführung zur Veranstaltung deutlich, dass es sich mehr Interesse von Politik und Verwaltungsspitze an den Ergebnissen und Vorschlägen wünscht.
Zentrale Sätze aus dem Vortrag, die sich auf die Energiewende bezogen, können Anregung und Programm für unsere Stadt Georgsmarienhütte sein (sinngemäß zitiert):
„Wenn wir nichts ändern, ändert sich ganz viel“ (nämlich zum Nachteil in naher und ferner Zukunft).
„Wir müssen den Enkeln in die Augen sehen können, dass wir es wenigstens versucht haben“.
„Wenn wir nicht anfangen, fangen die anderen Länder auch nicht an“ (zum weltweiten Klimaschutz).
„Der Bürgermeister hat das zur Chefsache gemacht“ (dazu wie ein Großprojekt voran gebracht wird).
„Die Wertschöpfung muss in der Hand der Gemeinde liegen“.